Spritzige Schaumweine aus Italien zu erschwinglichen Preisen, wer es frisch und fruchtig mag, kommt hier auf seine Kosten. Die Auswahl fällt nicht leicht und worauf soll man achten - Lambrusco, Moscato d'Asti oder Prosecco?

Der Lambrusco wird aus der gleichnamigen Rebsorte gekeltert und wird überwiegend in der weiten Ebene der Reggio nell'Emilian und im südlichen Teil der Lombardei, zwischen dem Fluss Po und der Stadt Modena angebaut. In vier verschiedenen DOC-Zonen (Denominazione di Origine Controllata, ähnlich dem Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete - Q. b. A. in Deutschland) wird dieser perlende Rotwein hergestellt. Die Zone Lambrusco Reggiano ist das bedeutendste Gebiet, gefolgt von den Rebvarianten Lambrusco Salamino di Santa Croce, Lambrusco di Sorbara sowie Lambrusco Grasparossa du Castelvetro. Sie alle ergeben erstaunlich fruchtige und perlend spritzige Rotweine, mit einer trockenen und samtigen Textur. Häufig wird bei der Produktion auf die traditionsreiche Methode Charmat zurückgegriffen, ein ganz bestimmtes Verfahren zur Schaumweinherstellung.
Eine Kostprobe für alle Sinne gefällig?
Augen/Visuelle Reize: Eine klare rubinrote Farbe, umspielt von einem mehr oder weniger üppigen Schaum.
Nase/Geruch: Diese Weine bieten ein stark duftendes Aroma mit einer intensiven Note roter Früchte und dunkelroter Trauben.
Mund/Geschmack: Die meist perlenden und sanft-süßen Lambrusco-Weine zeichnen sich durch eine intensive Frische aus, einen leichten Alkoholgehalt und einen süffigen, frischen Charakter. Ein Lambrusco sollte am besten jung genossen werden.
Welcher kulinarische Leckerbissen passt am besten dazu? Gerne werden die trockenen Sorten zum Aperitif gereicht oder auch zu einer deftigeren Wurst- und Charcuterieauswahl. Die sanften Weine lassen sich gut zu einer Pizza genießen oder zu Desserts aus roten Früchten.
Das Piemont hat einiges zu bieten - Rotweine von außergewöhnlicher Klasse mit einer langen Lagerzeit. Aber auch spritzig-süße Weißweine, die einen dank sehr geringem Alkoholgehalt und einer überschwänglichen, verführerischen Fruchtigkeit zum Genuss einladen. Ursprünglich stammt dieser charmante Weißwein aus der Provinz Asti. Mittlerweile findet sich die kleinbeerige Rebsorte Moscato Bianco, die einzige in der Appellation zugelassene Sorte, auch in den benachbarten Provinzen Cueno im Westen und Alessandria im Westen bis hin zu den Hängen der Langhe und des Weinbaugebiets Monferrato wieder. Der Moscato d'Asti wird durch eine Teil-Gärung in geschlossenen Fässern gewonnen, wodurch ein Teil des natürlichen Zuckers der Traube sowie die freigesetzte Kohlensäure im Wein erhalten bleiben.
Eine Kostprobe für alle Sinne gefällig?
Augen/Visuelle Reize: Leichtes goldgelbes Gewand.
Nase/Geruch: Sehr intensiv und delikat mit einem Hauch von Gewürzen und fruchtiger Leichtigkeit, erinnert der blumige Duft an Orangenblüten und eine Mischung aus weißen und gelben Früchten.
Mund/Geschmack: Zart und geschmeidig, mit nur wenig Säure und einem sehr geringen Alkoholgehalt (ca. 5 % vol.) nehmen die gustatorischen Reize vor allem ein reines, fruchtiges Aroma wahr. Dank der ausgewogenen, leichten Süße und der süffigen Art, sind Moscato d'Asti-Weine nahe an einem frischen Fruchtsaft, köstlich prickelnd und zum schnellen Genuss geeignet. Die exklusiveren Jahrgänge erhalten sich eine besondere Frische, die weniger ausgewogenen hingegen können zu weich und lasch ausfallen.
Welcher kulinarische Leckerbissen passt am besten dazu? Gerne wird der Moscato d'Asti als Aperitif gereicht und zu leicht gezuckerten Desserts mit Fruchtmousse oder frischem Obst.


Die Heimat des Prosecco befindet sich in der Region Friaul-Julisch, in der ein Dorf den Namen des beliebten Schaumweines trägt. Die Rebsorte Prosecco (heute Glera genannt) ist seit mindestens zwei Jahrhunderten in den Hügeln nördlich von Treviso zu finden, insbesondere in den Anbaugebieten Conegliano und Valdobbiadene. Die Rebsorte wird vor allem für die Herstellung von Schaumweinen (Prosecco Spumante), deren Geschmacksspektrum von „brut“ (sehr trocken) bis „demi-sec“ (halbtrocken) variiert oder dem Perlwein (Prosecco frizzante) verwendet.
Eine Kostprobe für alle Sinne gefällig?
Augen/Visuelle Reize: strohgelbes Gewand, in zart leuchtenden Tönen.
Nase/Geruch: Diese an sich wenig aromatische Rebsorte gewinnt in der halbtrockenen Variante etwas mehr an Tiefe und erinnert dank der frischen und diskreten Note an Zitrusfrüchte, helle Früchte sowie Blumen oder Trockenfrüchte.
Mund/Geschmack: Schaumweine erwecken einen sehr lebendigen, wenig strukturierten aber delikaten Eindruck, die in der Version „Brut“ durchaus manchmal von leichter Bitterkeit geprägt sind. In der ursprünglichen Form, dem dry und extra-dry, gelingt den Weinen eine rundere Struktur mit einer knackigen Frische.
Welcher kulinarische Leckerbissen passt am besten dazu? Auch diese gelten als typische Aperitifsorten und können auch zu delikaten Fischgerichten, Gemüse- oder Fischterrinen (brut) oder fruchtigen Desserts (dry) gereicht werden.

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