Der Viognier stand kurz vor dem Vergessen und durchquerte eine wahre Durststrecke, doch heute erstrahlt er wieder auf den schönsten Tafeln. Die Ursprünge dieser Rebsorte sollen bis ins 3. Jahrhundert zurückreichen. Der römische Kaiser Probus soll sie aus Dalmatien mitgebracht und in der Rhône-Region angepflanzt haben. Der Erste Weltkrieg, die Industrialisierung sowie die Reblauskrise hätten diese Sorte jedoch beinahe zum Verschwinden gebracht. In den 1960er-Jahren gab es nur noch 8 Hektar Viognier-Reben im Norden des Rhônetals. Die wachsende Beliebtheit der Weine dieser Region in den 1980er-Jahren läutete schließlich ihre Wiedergeburt ein. Ihre außergewöhnliche aromatische Reichhaltigkeit überzeugte leidenschaftliche Winzer, die Sorte erneut anzupflanzen – zunächst im südlichen Rhônetal, dann im Süden Frankreichs und schließlich international.



