
Der Sangiovese ist eigentlich eine Rotweinsorte, die aus Italien, genauer gesagt aus der Toskana, stammt. Und in der Tat, die Beeren dieser Rebe sind nicht nur rot, sondern fast tiefschwarz. Wie kommt es also, dass aus diesen roten Trauben ein edler weißer Tropfen entsteht? „Weiß gekeltert“ lautet das Geheimnis. Es ist eine Frage der Abfolge der Arbeitsschritte, die aus roten Reben weiße Weine zeitigen lässt. Denn der Farbstoff ist eigentlich nur in der Außenschale der Trauben enthalten. So presst der Winzer bei der Kelterung des Sangiovese bianco die Flüssigkeit von der roten Schale rasch ab, um farblosen Most zu erhalten. Und so wird aus Rot Weiß, oder wie man in Frankreich sagt, ein Blanc des Noirs.

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