Der Prosecco verkörpert allein das italienische Dolce-Vita-Gefühl. Doch woher stammt dieser Schaumwein wirklich? Seine Wurzeln liegen im Nordosten Italiens, vor allem in der Region Venetien und in Friaul. Seine Geschichte reicht bis zum Beginn unserer Zeitrechnung zurück. Damals stellten die Römer in der Region Friaul, nahe der Adria, bereits einen Wein namens Pucinum her. Dieser Wein, wahrscheinlich von einem Vorfahren der Glera-Traube abstammend, war ein trockener Weißwein, der für seine Säure geschätzt wurde, jedoch nicht schäumend war. Die Beherrschung der Schaumbildung erfolgte erst im 17. Jahrhundert.
Der Name „Prosecco“ wurde erstmals im 16. Jahrhundert in Bezug auf ein Dorf in der Nähe von Triest verwendet. Der Wein erhielt seine perlend-erfolgreiche Identität durch die Einführung der Charmat-Methode oder Gärung im geschlossenen Tank Ende des 19. Jahrhunderts. Die Entwicklung des modernen Weinbaus in den Hügeln von Valdobbiadene und Conegliano trug ebenfalls zu seinem Aufstieg bei. Mit fast 600 Millionen Flaschen, die jedes Jahr produziert werden, hat sich der Prosecco heute zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und ist ein Symbol der italienischen Lebensart.

