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Wie jedes Jahr seit 1985 wird der Beaujolais Nouveau am dritten Donnerstag im November gefeiert, also am DONNERSTAG, DEM 20. NOVEMBER 2025. Die Ankunft des Beaujolais Nouveau ist ein mit Spannung erwartetes Ereignis für alle Weinliebhaber, die diesen neuen Jahrgang mit Freunden oder der Familie entdecken möchten.
Alles begann mit einem Ministererlass – und einer Rebellion der Winzer!
Am September 1951 verfügte die französische Regierung: Appellationsweine dürfen erst ab dem 15. Dezember verkauft werden. Doch die Winzer gaben sich damit nicht zufrieden! Sie kämpften für eine Lockerung – und erreichten: Die Weine durften schon früher in den Handel, wenn sie den Namen „Nouveau“ trugen.
Und so wurde der Beaujolais Nouveau geboren – ein Wein, der seitdem jedes Jahr Freude, Feiern und den Geschmack von Frische bringt!
Der Beaujolais Nouveau markiert jedes Jahr aufs Neue den ersten Wein der Ernte – das Ergebnis monatelanger Mühe und Leidenschaft der Winzer. Traditionell wird er mitten im November gefeiert und ist der perfekte Anlass, um sich mit Freunden oder Familie zu versammeln und gemeinsam den ersten Wein des Jahres zu genießen.
Ein Moment der Geselligkeit, den man sich nicht entgehen lassen sollte – denn hier feiert man nicht nur den Wein, sondern auch das gemeinsame Erleben!
Der Beaujolais Nouveau ist ein junger, frischer Primeurwein – ganz anders als andere Weine, die monate- oder gar jahrelang reifen. Er wird bereits wenige Wochen nach der Lese getrunken und besticht durch seine jugendliche Lebendigkeit.
Hergestellt wird er ausschließlich aus Gamay Noir à Jus Blanc, und zwar vor allem im nördlichen Rhône-Departement sowie in den Gemeinden von Saône-et-Loire im Beaujolais. Seit 1951 ist seine Vermarktung Tradition – und seither steht er für unmittelbaren Genuss und Geselligkeit. Kaum ist die Vinifikation abgeschlossen, wird er geöffnet: ein Wein, der das Feiern der Ernte in jedem Schluck einfangen soll.
Der Beaujolais Nouveau stammt ausschließlich aus den AOC-Gebieten Beaujolais und Beaujolais-Villages. Die zehn berühmten Crus des Beaujolais – wie Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié – produzieren keinen Beaujolais Nouveau. Hier geht es um die jungen, frischen Primeurweine aus den klassischen Beaujolais-Lagen – wo die Tradition des schnellen Genusses seit Jahrzehnten gelebt wird.
Nein, der Beaujolais Nouveau ist keine eigenständige Appellation – auch wenn seine Trauben aus den beiden Beaujolais-Appellationen Beaujolais und Beaujolais-Villages stammen. Nicht alle Appellationsweine dürfen sich „Primeur“ oder „Nouveau“ nennen – dieses Privileg haben nur ausgewählte Anbaugebiete, darunter eben diese beiden.
Wie erkenne ich den richtigen Beaujolais Nouveau? Auf dem Etikett finden Sie entweder:
Der Hype um den Beaujolais Nouveau hat die anderen großartigen Weine der Region leider oft in den Schatten gestellt. Dabei sind die 12 Crus des Beaujolais – Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour, Régnié, Beaujolais und Beaujolais-Villages – viel mehr als nur Primeurweine.
Denn: Nicht alle Beaujolais-Weine sind Primeurs! Die Region produziert auch herausragende Weiß- und Roséweine – und hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich nach oben entwickelt. Wer das Beaujolais nur auf den Nouveau reduziert, verpasst komplexe, hochwertige Weine, die längst ihren Platz in der Weltklasse gefunden haben. Zeit, sie zu entdecken!
Der Beaujolais Nouveau wird nach einem besonderen Verfahren hergestellt, das seine frische, fruchtige Art erst möglich macht:
Hinter dem kommerziellen Erfolg und dem festlichen Charme steckt vor allem eines: der Geschmack. Und hier wird es spannend – denn jedes Jahr scheint man dem Beaujolais Nouveau ein bestimmtes Aroma zuschreiben zu wollen. Als ob alle Winzer der Region einfach „geschmackliche Klone“ produzieren würden. Doch das wird dem handwerklichen Können der Winzer nicht gerecht. Die Vorstellung, der Beaujolais Nouveau schmecke einfach nur nach Banane, ist viel zu kurz gegriffen.
Das wahre Dilemma dieses Weins? Er kommt schon im November in den Handel – und ist damit noch nicht ausgereift. Die Maischegärung und Fermentation sind frisch, was ihm oft eine säuerliche, fast herbe Note verleiht, manchmal sogar eine leichte Rauheit. Doch in den meisten Fällen überzeugt er mit seiner fruchtigen Art – kein Wunder, schließlich stammt er vom Gamay, einer Traube, die von Natur aus Frische und Frucht mitbringt.
Der Beaujolais Nouveau ist kein Wein für jeden Gaumen. Er ist jung, lebendig und aromatisch – aber nicht ausgereift. Doch genau das macht seinen Charme aus. Optisch besticht er durch seine leuchtende, knallrote Robe mit violetten Reflexen, glasklar und einladend. Am Gaumen verführt er mit einem frischen, fruchtbetonten Bouquet. Der erste Eindruck ist direkt und zugänglich, die Textur weich und rund – ein Wein, der Lust auf mehr macht. Ein echter Genuss für alle, die das Unperfekte lieben.
Der Beaujolais Nouveau ist längst mehr als nur ein Wein – er ist ein jährliches Fest, das die frische Ernte zelebriert. Vor allem in Lyon und der Umgebung verwandelt sich seine Ankunft in ein geselliges Volksfest: Menschen aus allen Ecken versammeln sich vor den Bistros und typischen „Bouchons“, tauschen sich aus, lachen und trinken – oft bis spät in die Nacht, trotz der kühlen Novemberluft.
Mittlerweile ist diese Tradition zu einem echten französischen Kulturgut geworden – und das Schönste? Sie lässt sich weltweit exportieren. Denn nichts verkörpert den französischen Lebensstil besser als Wein, Geselligkeit und eine Prise Rebellion gegen die Kälte. Ein Stück Frankreich zum Mitfeiern – ganz egal, wo man ist.
Dieser legendäre Spruch entstand ursprünglich in den Cafés und Bistros, wo man die Ankunft des Primeurweins mit Kreide auf die Tafel schrieb. Doch erst durch René Fallets gleichnamigen Roman "Le Beaujolais Nouveau est arrivé" (1978) wurde er wirklich berühmt. Das Buch erzählt die Geschichte von vier unverbesserlichen Kumpanen – Debedeux, Captain Beaujol, Poulouc und Camadule – einer Art Bistro-Bande, die die Welt lieber durch die rosarote Brille des Weinglases sieht.
Als die lokalen Wirte sie eines Tages bitten, ein paar Fässer des neuen Beaujolais zu besorgen, beginnt ein abenteuerliches Roadtrip-Chaos voller skurriler Begegnungen, schallendem Gelächter und Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Ein Buch, das den Mythos Beaujolais Nouveau nicht nur festhielt, sondern ihn unsterblich machte. Seitdem ist der Spruch mehr als eine Ankündigung – er ist eine Einladung zum Feiern.
Als "König" oder sogar "Papst des Beaujolais" genannt, prägte Georges Dubœuf wie kein Zweiter die Welt des Weins. Geboren 1933 und 2020 verstorben, revolutionierte der visionäre Weinhändler die Vermarktung von Primeurweinen – mit einer genialen Marketingstrategie, die den Beaujolais Nouveau zum weltweiten Phänomen machte.
In den 1960er-Jahren katapultierte er mit seinem Unternehmen "Les Vins Georges Dubœuf" die Weine des Beaujolais auf die internationale Bühne. Sein größter Coup? Er verwandelte die Veröffentlichung des neuen Jahrgangs in ein jährliches Fest, das seither jeden dritten Donnerstag im November mit Spannung erwartet wird.
Dubœufs Leidenschaft und Weitsicht verhalfen nicht nur dem Beaujolais Nouveau zu weltweitem Ruhm, sondern stärkten auch die gesamte Weinwirtschaft der Region. Ein Mann, der aus einem einfachen Primeurwein eine globale Tradition schuf – und dabei stets den Spaß am Wein in den Mittelpunkt stellte. Sein Erbe lebt weiter – in jedem Glas, das wir heute feiernd heben.
Seit 1989 arbeiten die Winzer des Beaujolais Hand in Hand an einer neuen Vision der Landwirtschaft: der Agroökologie. Ihr Ziel? Ein leistungsstarkes, aber umweltfreundliches Anbausystem, das auf Biodiversität, saubere Gewässer, gesunde Böden und reduzierte Düngemittel setzt.
Doch die Beaujolais-Winzer bleiben nicht bei Worten. Die junge Generation beweist ihr Engagement mit zertifizierten Weinen, die höchsten ökologischen Standards entsprechen – etwa durch:
Früher hatte der Beaujolais Nouveau mit einem hartnäckigen Klischee zu kämpfen – einem, das zwar nicht ganz aus der Luft gegriffen war, heute aber längst überholt ist: der Geschmack nach Banane. Dieser typische Beigeschmack entstand, weil manche Winzer vor Jahren bestimmte Hefen einsetzten, um die Gärung zu beschleunigen. Um den Alkoholgehalt zu steigern, griffen sie zur Chaptalisation – also der Zugabe von Zucker vor oder während der Gärung. Wurde dieser Prozess nicht perfekt kontrolliert, entstanden Nebengeschmacksnoten, die an Banane oder englisches Bonbon erinnerten.
Doch diese chemische Aromatik, die früher durch die Hefezugabe entstand, gehört heute der Vergangenheit an. Die Chaptalisation ist zwar erlaubt, aber in Frankreich und Europa streng reguliert. Doch lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wie wird der Beaujolais Nouveau heute wirklich hergestellt? Und ist der berühmte dritte Donnerstag im November nur ein Marketing-Gag – oder steckt mehr dahinter? Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Der Beaujolais Nouveau ist längst mehr als eine geschickte Werbestrategie. Zwar hat vor allem Georges Dubœuf ihn meisterhaft ins Rampenlicht gerückt – doch im Kern feiert dieser Primeurwein das Ende der Lese und die Ankunft des neuen Jahrgangs. Sein festes Veröffentlichungsdatum, der dritte Donnerstag im November, ist längst zu einem echten Volksfest geworden, das Menschen zusammenbringt.
Kurz gesagt: Dieser junge Wein steht für Tradition, Handwerkskunst – und die Leidenschaft der Beaujolais-Winzer. Ein Stück Lebensfreude im Glas.
Ganz einfach – bei sich zu Hause! Legen Sie die karierte Tischdecke auf, stellen Sie einen Tisch, laden Sie Freunde ein und sorgen Sie für knusprige Snacks – ob stehend oder sitzend, Hauptsache, es wird ein geselliger Abend, ein großes, lockeres Aperitif-Fest. Richten Sie ein Buffet mit einfachen Köstlichkeiten her oder bringen Sie mit Wein-Quizzen oder Spielen Stimmung in die Runde.
Die Abenteuerlustigen unter Ihnen ziehen sogar die warme Jacke an und trotzten dem kühlen Novemberwetter in den Fußgängerzonen. Denn die Bistros und Kneipen öffnen ihre Terrassen – für ein ausgelassenes Fest unter freiem Himmel. Ein Abend, der Wein, Wärme und Gemeinschaft feiert.
In Lyon wird die Ankunft des Beaujolais Nouveau groß gefeiert – allen voran bei "La Beaujol’en Scène" auf der Place Saint-Jean, einer Tradition seit 1996. In Paris laden unzählige Bars und Restaurants zum Anstoßen ein, darunter Inaro und die Cave de Belleville.
Doch der Beaujolais Nouveau kennt keine Grenzen: Selbst in Japan wird er begeistert empfangen. In Hakone, einer Bergstadt südwestlich von Tokio, steigt die Party sogar in einem mit Beaujolais Nouveau gefüllten Pool – ein Spektakel, das zeigt, wie sehr der Wein die Herzen erobert hat. Egal wo – Hauptsache, man feiert mit
Dieser frische, gesellige Wein passt zu unzähligen Gerichten – ob als Aperitif, zur Vorspeise oder als Begleiter zum Hauptgang. Doch am häufigsten trifft man ihn in Gesellschaft von lyoner Charcuterie und einer ausgiebigen Käseplatte.
Besonders gut harmoniert er mit herzhaften Wurstspezialitäten aus Lyon. Auch Käse ist ein idealer Partner: Camembert, Brie oder frischer Ziegenkäse unterstreichen seine fruchtige Note perfekt. Und wer es deftig mag, greift zur Tartiflette – ein savoyardischer Klassiker aus Kartoffeln, Reblochon und Speck, der im November nicht nur wärmt, sondern auch den Beaujolais Nouveau ideal ergänzt. Ein Traumteam für Genießer!
Damit er sein volles Aroma und seinen typischen Geschmack entfaltet, sollte der Beaujolais Nouveau zwischen 11 und 13 °C serviert werden. Am einfachsten erreichen Sie das, indem Sie die Flasche mindestens eine Stunde im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
Nehmen Sie sich dann Zeit, seine leuchtende Farbe zu bewundern und sein fruchtiges Bouquet zu genießen – und kosten Sie ihn in kleinen Schlucken, um jeden Moment dieses festlichen Weins zu schätzen.
Eigentlich ist er ein Wein, den man am besten jung genießt – idealerweise innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach seinem Erscheinungstermin. Je nach Vinifizierung halten manche Flaschen zwar bis zu sechs Monate oder etwas länger, doch wer zu lange wartet, verpasst den frischen, lebendigen Charakter, der ihn so besonders macht. Also: Warten Sie nicht zu lange – jetzt ist die beste Zeit!
Damit Ihr Beaujolais Nouveau optimal bleibt, beachten Sie diese drei Regeln:
So bleibt der frische, fruchtige Charakter bis zum Genuss erhalten.
Manche schwören auf ein bestimmtes Terroir, andere auf ihren Lieblingswinzer – und die Anspruchsvollsten greifen zum Beaujolais Nouveau ohne zugesetzte Sulfite. Doch der beste Beaujolais Nouveau ist immer noch der, den man in guter Gesellschaft genießt. Bei Vinatis verkosten unsere Experten jede abgefüllte Cuvée sorgfältig und stellen für Sie eine Auswahl der besten Beaujolais Nouveau zum besten Preis zusammen.
Nutzen Sie einfach die Filter auf Vinatis – links im Menü finden Sie alles, was Sie brauchen. So finden Sie schnell den Wein, der zu Ihrem Geschmack, Ihrem Budget oder Ihrer bevorzugten Appellation passt. Sie können außerdem sehen, welche Auszeichnungen die einzelnen Weine erhalten haben. Und vor allem: Vertrauen Sie Ihrem eigenen Gefühl und Ihrer Beaujolais-Erfahrung! Merken Sie sich die Winzer, deren Weine Sie begeistert haben – und probieren Sie sie im nächsten Jahr wieder.
In der Regel liegt der Preis einer Flasche zwischen 7 und 15 Euro. Wer den Wein im Restaurant oder in einer Bar genießt, zahlt meist etwas mehr – dort kann der Preis bis zu rund 30 Euro betragen.

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